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Medizintechnik: Technik, die hilft, und viel Empathie - Teraske Sanitätshäuser
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Medizintechnik: Technik, die hilft, und viel Empathie

Jörg Wedde, Medizintechniker

Jörg Wedde ist seit 19 Jahren bei Teraske und betreut mit viel Know-How und Engagement den Fachbereich Madizintechnik.

Jörg Wedde ist Medizintechniker und seit vielen Jahren bei Teraske im Außendienst. Er versorgt unsere Kund*innen mit medizintechnischen Geräten wie Sauerstoffgeräten, Inhalatoren und Überwachungsgeräten für Vitalfunktionen wie Pulsoxymeter und Herz-Atem-Monitore. Größtenteils liefert er die Hilfsmittel nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung. „Viele meiner Kundinnen und Kunden betreue ich jahrelang“, sagt Jörg Wedde. „Da wird man irgendwann schon fast ein Teil der Familie.“

Es sind ganz unterschiedliche Diagnosen, die die Kund*innen zu Jörg Wedde führen. „Von Lungen- über Herz-Kreislauferkrankungen bis hin zu ALS oder Krebs sind so ziemlich alle Diagnosen vertreten“, erklärt Jörg Wedde. „Wir liefern diesen Menschen nicht nur medizinische Geräte, wir liefern ihnen auch Hoffnung. Deswegen ist Empathie in meinem Beruf auch ein ganz wichtiger Bestandteil. Man muss sich auf die Menschen und ihre persönliche Geschichte einlassen, ihnen zuhören und sie richtig einschätzen können. Manche reden gerne sehr offen und direkt über ihre Erkrankung, bei anderen käme so etwas niemals in Frage. Das geht dann über den technischen Service weit hinaus und ist mir genau so wichtig wie eine sorgfältige Einweisung in die korrekte Bedienung eines Gerätes.“ Jörg Wedde fällt in den letzten Jahren vermehrt auf, dass Ärzt*innen oft gar keine Zeit mehr haben, sich mit einzelnen Patient*innen intensiver zu beschäftigen. „Da reicht die Zeit oft nur noch für eine Diagnose und einen Therapievorschlag. Ich würde mir oft wünschen, dass den Menschen ihre Erkrankung besser erklärt wird, damit sie aufgeklärter und besser informiert sind.“

In seiner Werkstatt im Lohweg stehen viele verschiedene Sauerstoffgerät: stationäre, mobile, große und kleine. Jörg Wedde kennt sie alle in- und auswendig, denn er ist auch für die Wartung, Prüfung und Wiederaufbereitung aller Geräte verantwortlich. Für die Sauerstoffversorgung in den eigenen vier Wänden gibt es stationäre Geräte, die wie ein großer Koffer auf Rollen aussehen. So lassen sie sich mit geringem Kraftaufwand im Raum verschieben. Der Sauerstoff wird über den angeschlossenen Kunststoffschlauch durch eine sogenannte Nasenbrille zugeführt. Die klassische Atemmaske sucht man bei solchen Geräten vergebens. Jörg Wedde lacht: „Die Masken kennen viele Menschen aus diversen Krankenhaus TV-Serien. Das ist aber Unsinn. Eine Atemmaske hat eine ganz andere Funktionsweise und kommt nur in Sonderfällen zum Einsatz, beispielsweise bei einer Schlafapnoe.“

Von einer Schlafapnoe spricht man bei Menschen, deren Atmung nachts immer wieder aussetzt. Der dadurch entstehende Sauerstoffmangel führt zu einer Unterversorgung der Organe, einem nicht erholsamen Schlaf und kann langfristig zu Bluthochdruck und ernsthaften Herz-Kreislauferkrankungen führen. Bei einer Schlafapnoe kommt die sogenannte CPAP-Therapie zum Einsatz. CPAP ist die Abkürzung für „continuous positive airway pressure“, also ein kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck. Über eine Gesichtsmaske werden Atemtiefe, Atemfrequenz und Luftdurchfluss reguliert und ein Überdruck erzeugt, um eine regelmäßige Beatmung zu erreichen.

Aber wie kann das Sauerstoffgerät den Patient*innen den Sauerstoff zuführen? Eine Sauerstoffflasche sucht man an dem Gerät vergebens. Jörg Wedde erklärt: „Das Gerät funktioniert eigentlich wie eine Zitronenpresse. Im Inneren des Gerätes befinden sich Molekularsiebe, die mit Zeolith gefüllt sind. Das ist ein Pulver, das auf die Moleküle aus der Umgebungsluft reagiert. Ein Kompressor drückt diese Umgebungsluft durch die Molekularsiebe, damit sie dort dann gefiltert werden kann. In der Luft, die uns umgibt, befinden sich etwa 20% Sauerstoff, der Rest besteht aus Stickstoff und in sehr geringen Mengen aus einigen Edelgasen wie Argon, Helium und Neon. Die Molekularsiebe sorgen dafür, dass dem Patienten gezielt Sauerstoff zugeführt wird, um so eine ausreichende Sauerstoffsättigung im Blut zu gewährleisten.“ Diese Methode der Sauerstoffzufuhr ist sehr unkompliziert und damit wenig störanfällig und sehr sicher. Die Molekularsiebe werden regelmäßig ausgetauscht und eine Kontrollleuchte am Gerät zeigt konstant an, ob ausreichend Sauerstoff zugeführt wird. Sollte es dennoch einmal zu Problemen kommen, gibt es eine Notdienstnummer, unter der Tag und Nacht jemand erreichbar ist.

Molekularsiebe in verschiedenen Größen

Molekularsiebe in verschiedenen Größen

Für Patient*innen, die auch unterwegs auf eine Sauerstoffversorgung angewiesen sind, gibt es verschiedene Modelle mobiler Geräte, die man entweder wie einen kleinen Rollkoffer hinter sich herziehen oder wie eine Tasche umhängen kann. Größe und Gewicht der mobilen Sauerstoffgeräte richten sich unter anderem nach der Akkugröße. „Es gibt Akkus mit verschiedenen Kapazitäten“, erklärt Jörg Wedde. Danach richtet sich immer der Aktionsradius, den man hat. Natürlich kann man auch einen Ersatz-Akku und ein Ladegerät mitnehmen, aber das ist dann natürlich alles zusätzlich Gewicht, das man mit sich herumtragen muss. Für eine Beratung, welches Gerät im individuellen Fall am besten geeignet ist, nehmen wir uns deswegen immer ausreichend Zeit. Wer nur Zuhause ist, braucht ein anderes Gerät als jemand, der noch sehr aktiv und viel unterwegs ist. Und manchmal ist eine „einfache“ Druckgasflasche das richtigere Hilfsmittel. Eine pauschale Lösung, die für alle passt, gibt es nicht.“

Mobiler Sauerstoffkonzentrator

Beispiel für einen mobilen Sauerstoffkonzentrator. Dieses Modell wiegt nur 2,5 kg.

Auch mit Inhaliergeräten und Absauggeräten kennt Jörg Wedde sich bestens aus. „Bei den Inhaliergeräten unterschiedet man zwischen Geräten für die oberen und für die unteren Atemwege. Der Unterschied bei den verschiedenen Modellen besteht in der Tröpfchen Größe, die das Gerät beim Verdampfen der Inhalier Flüssigkeit erzeugen kann. Je kleiner die Tröpfchen sind, umso tiefer gelangen sie in die Atemwege, um dann dort ihre therapeutische Wirkung zu entfalten“, erklärt Jörg Wedde. „Bei den Absauggeräten arbeiten wir oft eng mit den Kolleginnen aus dem Homecare-Bereich zusammen, denn viele der Patienten haben dann auch eine Trachealkanüle und können im Gegensatz zu einem gesunden Menschen das entstehende Sekret nicht einfach abhusten. Aber auch bei Koma- oder ALS-Patienten oder Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, sammelt sich Sekret in der Mundhöhle, beispielsweise durch Schluckbeschwerden. Das sind dann die Fälle, wo man ein Absauggerät zum Einsatz bringen sollte, damit sich der Patient nicht verschluckt und somit ungewollte Hustenreize produziert und es dient somit dem Schutz der Mundflora.“[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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